|
Dabei mussten die Ingenieure ein neues Problem bewältigen: Tiefgehende Fundamente mussten auf sandigem Schwemmland, anstatt auf Felsgrund, gebaut werden.
Die 1952 in Betrieb genommene Anlage hat technische Ähnlichkeiten mit der von Kembs und wurde in späteren Jahren mehrmals modernisiert. Heute wird sie von der Kommandozentrale PHV ferngesteuert und ihre Schleusen sind technisch auf zeitgemäßem Stand. Rund zwanzig Mitarbeiter der EDF sorgen vor Ort für Betrieb und Unterhalt der Anlage und den Schifffahrtsverkehr an der Schleuse. Für wichtige
Unterhaltsarbeiten werden zusätzlich von Zeit zu Zeit Spezialisten hinzugezogen.
Das Kraftwerk ist mit 4 Sätzen von 5-Flügel Kaplan-Turbinen ausgestattet. Ottmarsheim ist auf Grund seiner großen Fallhöhe das zweit-leistungsstärkste Kraftwerk am Rhein. Im Falle eines Betriebsunterbruchs sorgen 24 Entleerungsklappen mit je 60 m /s Durchlaufkapazität für den Ablauf des Wassers aus den Turbinenkammern.
Die auf dem Grossen Elsass Kanal erbaute Schleuse von Ottmarsheim hat zwei Schleusenkammern.
Von seinem erhöhten Wachposten regelt der Schleusenwächter der EDF den Schifffahrtsverkehr und bedient die Anlage der Schleusenmechanismen. (Die Dienstleistungen sind gratis und die Schleuse ist 24/24 Stunden passierbar, das ganze Jahr über). Sie liegt in unmittelbarer Nähe des dritt-größten Binnenhafens Frankreichs, Mulhouse-Ottmarsheim.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Besucherempfang.
Die wichtigsten technischen Daten des Kraftwerks Ottmarsheim (1952) im Überblick:
Leider können in Folge der terroristischen Attentate vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten momentan keine technischen Informationen veröffentlicht werden. (Vigipirate) |