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Ein Abkommen in  Paris 1969  zwischen den Staaten Deutschland und Frankreich vereinbarte die zukünftige Gemeinschaftskonstruktion von Kraftwerken flussabwärts von Strasbourg.












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Das Kraftwerk Gambsheim wurde 1974 in Betrieb genommen. Zum ersten Mal wurden auf dem Rhein eine Schleuse, ein Kraftwerk,  ein Stauwehr  und ein Schließungsdamm Seite bei Seite direkt im Flussbett erstellt. Daher der Name Flusskraftwerk. Die durchgehende brückenähnliche Struktur des Wehrs wird zum wichtigen Grenzüberschreitungspunkt. Das erste deutsch-französische Kraftwerk sowie das Stauwehr werden von der Firma CERGA (Rheinkraftwerkszentrale Gambsheim) betrieben. Die Firma untersteht zu einer Hälfte der EDF (Elektrizitätswerke Frankreichs) und zur anderen der Badenwerke (heute integriert in  EnBW), und unterliegt dem französischem Gesetz. Die Schleuse, der Damm und die Uferwege werden von der Gesellschaft Voie Navigables de France (VNF) betreut.

Weitere Informationen auch in der Rubrik  Besucherempfang.

Das Kraftwerk ist mit 4 Sätzen von horizontalen Rohrturbinen ausgestattet. Im Falle einer Betriebsstörung wird das Wasser aus den Turbinenkammern abgelassen,  mittels der Entleerungsschieber.

Der vollautomatische Ablauf des Kraftwerks wird von der  Überwachungszentrale PHV in Kembs ferngesteuert. Rund ein Dutzend Mitarbeiter der EDF sorgen vor Ort für den Betrieb und Unterhalt der Anlage. Für wichtige Unterhaltsarbeiten werden zusätzlich von Zeit zu Zeit Spezialisten hinzugezogen.

Am rechten Flussufer kontrolliert ein Damm mit sechs 20m breiten Wehrfeldern automatisch das Hochwassers des Rheins bis zu einer Wasserführung von 6 700 m/s. Jedes Wehrfeld ist mit einem 10 m hohen Segmentschützen ausgestattet.
Der Damm verfügt auch über einen Fischpass für Wanderfische und Aale. Diese Einrichtung ermöglicht den Fischen den Aufstieg. Man beachte jedoch dass diese Art von Fischpässen nicht für große Wanderfische (Lachse, etc.), geeignet ist, da diese vom turbulenten Strom in Turbinennähe angezogen werden. Aus diesem Grund wurde 1997 zwischen Deutschland und Frankreich ein Abkommen zur Konstruktion, Betrieb und Unterhalt  einer speziellen Fischtreppe unterzeichnet. Die erste dieser Fischtreppen für den Lachsaufstieg im Rhein wurde in Iffezheim gebaut und eine weitere ist in Gambsheim für 2003 geplant.

Die Schleuse von Gambsheim mit ihren zwei großen Schleusenkammern ist nebst der von Iffezheim die größte Europas. Ihr Wachposten ist gleichzeitig Sitz der Revierzentrale Gambsheim (CARING).
Im täglichen Schifffahrtsverkehr werden ca. 100 Schiffe mit Ladekapazitäten bis zu 14000 Tonnen durch die Schleuse geleitet. 
Die Schleusenwärter sind vom Navigationsdienst Strasbourg  und  die Schleuse wird 24/24 Stunden das ganze Jahr über betrieben (gratis).

Die wichtigsten technischen Daten des Kraftwerks Gambsheim (1974) im Überblick:

Leider können in Folge der terroristischen Attentate vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten momentan keine technischen Informationen veröffentlicht werden. (Vigipirate)